Warum Microsoft Security Essentials (Windows Defender) Nicht Ausreichend Schutz Bietet
Warum Microsoft Security Essentials (Windows Defender) Nicht Ausreichend Schutz Bietet

Microsoft Security Essentials oder kurz MSE, ist ein Antivirusprogramm, das Microsoft im Jahr 2009 für Windows Vista und Windows 7 veröffentlichte. Spätere Windows-Versionen, wie Windows 8 und Windows 10 haben MSE mit dem Windows Defender ersetzt, aber im Grunde handelt es sich um die gleiche Software. Sie verwenden beide dieselbe Virendefinition und die Benutzeroberfläche ist mehr oder weniger die gleiche.

Damals hat die Veröffentlichung von Microsofts eigener Antivirensoftware viel Lob erhalten, da es in der Tat im Vergleich zu den damals verfügbaren kostenpflichtigen Sicherheitssoftwarelösungen, wie Kaspersky Labs, Avast und anderen, ziemlich gut abschnitt.

Allerdings ließ die Begeisterung über MSE/Windows Defender schnell nach, da fortschrittlichere Malware auftrat und Tests zeigten, dass MSE nicht den adäquaten Schutz und nicht die benötigte Funktionstüchtigkeit bieten kann, die eine wirklich wirksame Anti-Malwarelösung aufweisen muss.

DIE PROBLEME MIT MICROSOFTS MSE

Ältere Antivirus-Vergleiche und Ranglisten wiesen MSE einen der oberen Plätze zu, allerdings nicht für sehr lange. Neuere Tests zeigten, dass MSE eigentlich eine der am wenigsten wirksamen Antiviruslösungen ist, mit einer Blockierungsrate von 93% bei bekannten Bedrohungen und sogar noch schlechteren 71% bei Angriffen durch Zero-Day-Malware.

Sie mögen vielleicht denken, dass 93% "absolut nicht schlecht ist", aber Sie sollten in Betracht ziehen, dass einige kommerzielle Antiviruspakete heute eine 100% Erkennungsrate bei bekannten Bedrohungen und 98% bei Zero-Day-Angriffen aufweisen. Anders gesagt, wenn Sie eine Gruppe von Computern mit MSE haben und eine andere, auf der Avast installiert ist, dann würden auf jeden durch Avast unerkannten Angriff, 14 durch MSE unerkannte Angriffe fallen - eine beträchtliche Anzahl.

Sicherheitsexperten stimmen darüber ein, dass eine Schwäche des Microsoft Antivirenschutzes sein Unvermögen ist, hinsichtlich der sich ständig erneuernden und verändernden Bedrohungen aus dem Malware-Dschungel auf dem neuesten Stand zu bleiben. Manchmal dauert es nur ein Jahr und eine vormals exzellente Antiviruslösung ist bereits hoffnungslos veraltet - genau das können wir bei MSE beobachten.

EIN VIRENSCHUTZ IST OFT NICHT GENUG

Bei der Diskussion über den Schutz des Computers vor Malware, verweisen viele oft auf Antivirus-Software. Das Problem dabei ist, dass Onlinebedrohungen heutzutage oft viel mehr als nur klassische Virenangriffe umfassen. Viren werden mittlerweile, was die Gefährdung betrifft, von anderen schädlichen Programmen wie Spyware, Ransomware und Adware übertroffen. Phishing-Betrug nützt ausgefeilte Tricks und falsche Webseiten, mit denen Menschen hereingelegt werden, um ihre Kreditkartennummer und andere vertrauliche Informationen für Identitätsdiebstahl und andere Verbrechen zu stehlen. Das Problem: Die klassischen Antivirusprogramme können vor diesen Angriffen nicht schützen. Allerdings beinhaltet heutzutage fast jede erhältliche, kommerzielle, kostenpflichtige Anti-Malwaresoftware Schutz vor diesen Arten von Bedrohungen. MSE/Windows Defender jedoch nicht.

KOMMERZIELLE SICHERHEITSSOFTWARE BIETET MEHR SICHERHEITSFUNKTIONEN

Neben dem Vorteil, bei Ausbrüchen von Bedrohungen stets auf dem Laufenden zu sein und der Fähigkeit, vor Angriffen zu schützen, bei denen MSE/Windows Defender hilflos ist, beinhalten kommerzielle Sicherheitslösungen oftmals zusätzliche Funktionen für noch mehr Schutzschichten.

Funktionen wie eine persönliche Firewall, Sandboxes für das sichere Testen von Download-Programmen, auf Cloud basierter Schutz, ein sicherer Dateien-Schredder, ein Passwortmanager und viele weitere Funktionen gehören nun zum Standard vieler namhafter Sicherheitssoftwarelösungen, die zur Zeit erhältlich sind.

Ein anderes Problem von MSE birgt ein gewisses Maß an Ironie, denn Cyberkriminelle haben die große Verfügbarkeit von MSE bereits zu ihrem Vorteil genutzt. Heute kann man häufig betrügerische Antivirussoftware finden, die MSE als Versteck für Fakes und Malware nutzt, was erkennen lässt, dass Microsofts eigener Virenschutz bereits eine beliebte Zielscheibe für Infizierungen wurde.

WAS SAGT MICROSOFT ZUR VERWENDUNG VON MSE ODER WINDOWS DEFENDER

Microsoft gibt zu, dass MSE oder Windows Defender lediglich vor einigen der grundlegendsten Bedrohungen schützen kann. Es ist mehr oder weniger ein letztes Mittel, falls Sie, aus welchem Grund auch immer, sich immer noch nicht um eine bessere und wirksamere kommerzielle Sicherheitslösung für Ihren PC gekümmert haben. "Wir werden bei diesen [Antivirus-]Tests immer hinten liegen", sagt Holly Steward, die leitende Programmmanagerin des Microsoft Malware Protection Center. Letzten Endes ist Microsoft keine Firma, die Ihren Ruf durch die Spezialisierung auf Computersicherheit erlangt hat!

KOMMERZIELLE SICHERHEITSSOFTWARE FÜR WINDOWS

Windowsanwender, egal ob sie das neueste Windows 10 oder ältere Versionen bis hin zu einschließlich Windows XP verwenden, können glücklicherweise aus einer ganzen Reihe an effektiven und erschwinglichen kommerziellen Sicherheitslösungen wählen. Namhafte Firmen wie Kaspersky, Avast, Bitdefender, Avira oder AVG bieten hochmodernen Schutz vor allen gängigen Bedrohungen von heute.

Viele der Softwarepakete bieten exzellente Erkennungsraten von Bedrohungen, in Kombination mit nützlichen Funktionen wie persönlichen Firewalls, einer elterlichen Kontrollfunktion und vielem mehr. Diese Softwareprogramme sind eine exzellente Investition, wenn Sie Ihren Windows PC optimal und zugleich bedeutend wirksamer und besser schützen wollen, als dies mit MSE oder Windows Defender möglich ist.

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